Philosophie

Reggio ist kein Modell oder Konzept,
sondern eine neue Art des Denkens über Kinder…
Es ist eine Denkweise, die nicht gelernt,
aber gefunden werden kann.

Die Reggio-Pädagogik beschreibt sich selbst als kreative, fortschreitende Bewegung, wobei Beziehung und Dialog die Basis für stetige Weiterentwicklung einer qualitativen Pädagogik der frühen Kindheit sind. Kinder haben das Recht auf professionelle, qualitativ hochwertige Bildung und kompetente Pädagogen/innen!

In der Reggio-Pädagogik sprechen wir nicht von einem Modell oder Konzept, dass eins zu eins übertragen werden kann. Sie versteht sich vielmehr als ein Projekt, eine Pädagogik in Bewegung und eine offene Erfahrung, die niemals abgeschlossen sein wird, sondern immer wieder neue Impulse einfließen lässt, denn: menschliches Denken und Handeln gründet auf der Bewegung aller Menschen, Dinge und Verhältnisse.

Sozialkonstruktivistische und systemtheoretische Ideen durchdringen die Bildungsphilosophie in all ihren Prinzipien. Ideen, Theorien und Gedanken werden nicht als die absolute Wahrheit verstanden, sondern als wandelbare Konstrukte. Loris Malaguzzi hat das System der reggianischen Bildungsphilosophie als „self poietic system“ bezeichnet. Dieses System erschafft sich immer wieder selbst durch Erfahrungen und Austausch mit anderen – also durch ein in Bewegung bleiben und durch dialogische Prozesse der Kinder und Erwachsenen.